Tourismus & Freizeit

ENTDECKUNGEN & TRADITIONEN

3Abrivades“ ab dem 11. November
Traditionell Einkaufen in der Camargue
Festival der Camargue und des Deltas
“Les Ferrades“
Das Pferdefestival
Die Pilgerschaft der Sinti & Roma

FREIZEIT- UND SPORTAKTIVITÄTEN

Tennisanlage am Hotel
Golfplatz in der Nähe des Hotels
Schifffahrt auf der Rhône
Kanufahrten auf der „Kleinen Rhône“
Segeln und Windsurfen
Ausflüge mit dem Fahrrad

DIE VÖGEL UND DER ORNITHOLOGISCHE PARK

Wie alle Feuchtgebiete beheimatet die Camargue eine Vielzahl an Tierarten und insbesondere Vögel.
Die besondere Lage in der Mitte der nördlichen Hemisphäre führt dazu, dass hier viele Vögel auf ihrem Weg Halt machen.

Der ornithologische Park ist das ganze Jahr über geöffnet und beheimatet eine Vielzahl an Vogelarten der Camargue…Flamingos, Kraniche, Reiher…
Sie können die Vögel von den zahlreichen Beobachtungsstationen aus begutachten. Dies ist eine gute Möglichkeit, um die Vögel zu beobachten, ohne sie zu stören.

DER STRAND UND DAS NATURSCHUTZGEBIET

Die Camargue umfasst ein Gebiet von rund 145 300 Hektar. Der Golf von Aigues Mortes und der von Fos bilden hier zusammen mit dem Meer (mit seiner 80 Kilometer langen Küste von Ost bis West) ein Delta. Sein Hauptzweig, die Rhône, besteht aus der „Großen Rhône“ (sie führt 85% des Wassers) und der „Kleinen Rhône“ (15% des Wassers). Die „Kleine Rhône“ führt so wenig Wasser, dass sie bis zu ihrer Einmündung in Saintes-Maries-de-la-Mer fast vertrocknet. Die drei Zweige des Deltas teilen die Camargue in drei Sektoren ein:
– „Le secteur occidental“ oder auch „Petite Camargue“,
– „Le secteur central“ oder auch „Grande Camargue“ (auch: „l’île de la Camargue“)
– „Le secteur oriental“ oder auch „Plan du Bourg“

DIE CAMARGUE VERSTEHEN

Ein einzigartiges Ökosystem
An der Einmündung der Rhône gelegen, besteht die Camargue aus einem großen Delta mit einer Fläche von 1400 km². Es wird in ganz Europa als reichhaltiges Ökosystem geschätzt. Seine wichtige Rolle als Naturschutzgebiet wird besonders bezüglich seiner Vielfalt an Vogelarten international anerkannt. Seit 1927 wird es offiziell als Naturschutzgebiet bezeichnet.

Pferde aus der Camargue

Seit jeher sind Pferde im Rhônedelta beheimatet. Ihre Eigenschaften werden sehr geschätzt: Sie sind sehr ausdauernd, stark und rustikal. Ihre Sanftheit, Wendigkeit und Lebendigkeit machen sie zu optimalen Pferden für die Freizeit oder den Sport.

Die Stiere

Sie tragen ein glänzendes schwarzes Gewand und ihre Hörner haben die Form einer Stimmgabel. Es ist die einzige europäische Rasse, die noch als wild angesehen wird. Man sagt auch, es seien besonders tapfere Stiere. Die Züchter dieser Stierart, die „Manadiers“, wachen über ihre Herden und werden dabei von den Hirten unterstützt.

Die Saintes-Maries

Die Saintes-Maries-de-la-Mer (Die heiligen Marien des Meeres) werden seit 1838 so genannt und haben ihren Namen einer Legende zu verdanken. Kurz nach dem Tod von Jesus Christus wurden demnach Marie Jacobé, die Schwester der heiligen Jungfrau, Marie Salomé und die Dienerin der beiden, Sarah, ohne Nahrungsmittel in einem Schiff auf dem Meer (nahe der Stadt Judäa) alleingelassen. Noch dazu hatte das Schiff keine Segel und auch keinen Kapitän. Wie es das Wunder so wollte, erreichten die drei völlig unversehrt und gesund das Ufer am Rhônedelta.

Die Camargue aus der Sicht von Hubert NYSSEN

LA CAMARGUE IST EIN BIEST – Nichts täuscht mehr als ein flaches Land, darin ist die Camargue keine Ausnahme. Denn in diesem Delta ereignen sich schöne Geschichten. Ein wenig eingezwängt in die Arme der aus den Alpengletschern stammenden Rhône gibt sich die Camargue diesen hin, wenn sie sich nicht vom Meer vereinnahmen lassen möchte. Auch die Mistral-, Tramontane- und Marin-Winde vermischen sich und lüften Kleid und Rock der Arlesianerinnen. Durch seine Eigenart und seine Launen, seine Schatten und sein Licht, seinen Hof an weißen Pferden, schwarzen Stieren und rosafarbenen Flamingos macht dieses Biest seit jeher die einen erregt und die anderen wütend, denn alle sehen in ihm eine Beute.
So dressiert es jene, die es in der Hand zu halten glauben, gegenüber denjenigen, die vorgeben, es zu begehren, profitgierige Lumpensammler gegenüber Radiergummi-Rousseauisten, uniformierte Sesshafte gegenüber beräderten Nomaden, politische Trödelhändler gegenüber Ökologiepropheten. Und manchmal selbst die Etymologen unter sich, ‚insula camarigas‘ gegen ‚camarticas‘. Als Erde erotischer Delikte und sentimentaler Verstöße bildet die Camargue so das Theater der mysteriösen Tumulte, die der Fotograf zu überraschen versucht hat.